Heute hatte ich einen besonders lustigen Arbeitstag, zumindest hab ich super viel gelacht. So was nennt man wohl Galgenhumor.
Meine erste Position am Morgen war die Warteschlange. Dort sind schön ordentlich Absperrungen aufgebaut, wie man es zum Beispiel vom Flughafen kennt. Nachdem die Tore der Expo geöffnet werden, rennen die Leute wie wild los. Ein großer Teil dieser Wilden rennt direkt zum deutschen Pavillon. Natürlich ist bei soviel Hektik völlig ausgeschlossen die nervigen Schlangenlinien zu laufen, außerdem ist Hürdenlauf auch eine olympische Disziplin. Ich konnte also nur hilflos zuschauen, wie die Leute eifrig über die Ketten springen und hoffen, dass sich keiner etwas bricht. Irgendwann sind die Absperrungen, die für 2 1/2 Stunden Anstehzeit reichen, auch zu Ende, was die Leute keineswegs davon abhält sich anzustellen. Die Warteschlange verlängerte sich also ganz schnell am Pavillon der Griechen (die schon leicht mit dem Kopf schüttelten) vorbei und überwand nach kurzer Zeit auch den anliegenden Souvenirshop und erreicht glorreich den goldenen Pavillon Belgiens. An dieser Stelle standen die Griechen schon ungläubig aber lachend daneben, während ich den Leuten lächelnd mitteilte das die Wartezeit 4 1/2 Stunden beträgt. Leider schreckte diese Informationen nur die wenigsten ab. Ich musste mich ab und zu einige Schritte entfernen, um die Leute ein bißchen auszulachen. Einigen habe ich dann auch mitgeteilt, dass man in der selben Zeit nach Deutschland und zurück fliegen kann, aber auch dann kamen keine ernsthaften Zweifel auf in der Schlange zu verbleiben.
Einen anderen Höhepunkt des Tages kann ich nur aus zweiter Hand weitergeben, da meine liebe Kollegin Kathrin die Freude hatte dieses amüsante Gespräch zu führen. Eine deutsche Besucherin fragte sie nämlich nach dem Pavillon "Fila" von dem alle sprechen. Da alle davon sprechen, wollte sie dort auf jeden Fall auch hin. Leider wußte die Arme nicht, das "fila" Warteschlange bedeutet.
Während ich also versuche vierstündige Warteschlangen in Schach zu halten und freiwillig Führungen durch den Pavillon übernehme, ist meine Sachbearbeiterin in Berlin mal wieder damit beschäftigt sich an Inkompetenz selbst zu übertreffen. Die Probleme mit der Lohnsteuerkarte hab ich ja bereits geschildert, aber auch diesen Monat hatte ich noch nicht das Glück für meine Arbeit bezahlt zu werden. Auch nach mehreren Rücküberweisungen seitens meiner Bank, kam man in Berlin nicht auf die Idee sich mit mir in Kontakt zu setzten. Ich habe also die Initiative ergriffen und gefragt, warum mein Gehalt so lange auf sich warten lies, anbei habe ich für alle Fälle zum dritten Mal meine Bankverbindung geschickt. Als Antwort erhielt ich einen Tag später: Deine Gehalt wurde dir heute überwiesen. Da ich der Meinung bin, dass man mir durchaus eine Erklärung schuldet rief ich in Berlin an. Auf die Frage was den los war, erhielt ich dann die lustige Antwort ich hätte ja erst einen Tag zuvor meine neue Kontonummer geschickt. Meine Einwurf, dass ich gar keine neue Kontonummer habe wurde nicht sofort aufgegriffen, im Verlaufe des Gesprächs erreichte ich auch lediglich ein indirektes Eingeständnis, dass es sich wohl um einen Tippfehler handelte.
Zuversichtlich, dass ich noch diese Woche meinen Lohn, den austehenden Teil des Lohnes vom Juni und die Taxikosten meiner Ankunft auf meinem Konto finden würde, kehrt ich zurück an meine Arbeit. Doch schon nach Dienstschluss wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich erhielt meine Lohnabrechung mit dem Vermerk ich solle doch dringend die Lohnsteuerkarte einreichen! Die Abrechnung lief wieder über Lohnsteuerklasse 6 (obwohl ich 1 bin), was soviel heisst wie: Vom Bruttogehalt bleibt nur die Hälfte übrig! Eigentlich wähnte ich dieses Problem bereits geklärt, weil ich aus Berlin bereits die schriftliche Bestätigung hatte, dass meine Lohnsteuerkarte eingetroffen ist. Was soll ich dazu noch sagen?.....................to be continued..............
Dann hoffe ich mal ich hab euch nicht gelangweilt und einigermaßen verständlich gemacht, wo meine Problem mit der netten Sachbearbeiterin liegen.
Bis zum nächsten Mal.
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