Samstag, 18. Oktober 2008

Neues Leben nach 3 Tagen

In letzter Zeit hab ich nicht geschrieben was ich so mache, weil ich eigentlich nix gemacht hab und keine Ahnung hatte was ich so machen werde. Das hat sich seit Mittwoch morgen schlagartig geändert. Aber jetzt mal von vorn:

Ich bin nach Deutschland zurück gekommen in der Hoffnung auf einen Job als Moderatorin bei Werbeveranstaltungen für Reisen. Leider hat sich die Firma nie wieder gemeldet und die Frau am Telefon hatte keine Ahnung. Also konnte ich nur zum Arbeitsamt gehen oder zurück nach Spanien fliegen. Es wird wohl keinen wundern, dass ich letztere Option gewählt habe und seit Dienstag wieder in Spanien bin. Mein Plan war es fleißig Bewerbungsschreiben zu verfassen, die Zeit mit Mariano zu genießen und den Versuch zu unternehmen seine Wohnung zu retten. Außerdem gab es noch einige Nebenprojekte wie Sprach- und Tanzkurse. Letzteres um der Bewegung Willen und um Leute kennen zu lernen. Aber aus all dem wird wohl nichts. Seit Mittwoch Morgen ging alles sehr schnell und ich versuch es hier mal genauso schnell wiederzugeben:

Mittwoch

10:00 Telefonat und Einladung zum Bewerbungsgespräch

12:00 Bewerbungsgespräch in La Coruña (70km)

Donnerstag

07:00 aufstehen

07:20 Haus verlassen

07:45 anstehen vor einer Behörde

08:30 Wartenummer erhalten (Nr. 12)

11:00 Anmeldung als dauerhafter Einwohner Spaniens

12:30 ZUSAGE JOB!!!

13:00 Konto eröffnen

Freitag

09:00 Anmeldung bei der Sozialversicherung (echt schnelle Behörde)

13:45 Vertrag unterscheiben

Tja, es war schön vier Wochen ein bisschen aus dem System zu fallen, an keinem Vertrag zu hängen und zu keiner Behörde zu rennen. Jetzt bin ich Ausländer Nummer X09782698Q (ohne diese Nummer kann ich höchstens noch Brot kaufen), habe eine Sozialversicherungsnummer, eine neue Kontonummer und einen 3- jahres Arbeitsvertrag.

Jetzt bin ich Mitarbeiter bei home english und arbeite im Team Öffentlichkeitsarbeit. Die Firma bietet Fernkurse für Englisch, Deutsch und Französisch an. Der Begriff Öffentlichkeitsarbeit ist eher beschönigend, denn in Wirklichkeit bin ich eine Art Vertreterin, allerdings ohne etwas zu verkaufen. Ich werde mich um die Kontaktaufnahme mit kleinen und mittleren Firmen kümmern und mein Ziel ist es, den eigentlichen Vertretern Termine bei diesen Firmen zu verschaffen. Also eine Art Kontaktaufnahme, um den Vertretern das Leben leichter zu machen.

So schnell einen festen Vollzeitjob zu finden übersteigt all meine Erwartungen und Sprachkurse sind durchaus etwas, das ich vertreten kann.

Am Dienstag geht die Schulung los. Kann ja nicht schlimmer werden als in Zaragoza.

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