Montag, 17. November 2008

Mitarbeiterkontrolle

Ich hab zwei etwas anstrengende Wochen hinter mir. In Santiago zu arbeiten war leider anstrengender als erwartet. Zum einen weil meine drei Jungs Probleme haben selbständig zu arbeiten und zum anderen weil ich ein bisschen krank war. Meine schlechten Erfahrungen mit spanischen Ärzten sind eine große Hemmschwelle und auch in diesem Fall hab ich lediglich eine Apotheke aufgesucht. Meine merkwürdige Krankheit hieß wahrscheinlich Freizeitvirus, denn sie äußerte sich hauptsächlich Abends. Ich war also tagsüber einigermaßen fähig zu arbeiten und die Magenschmerzen hielten sich in Grenzen. Abends hatte ich dann erhöhte Temperatur und Lust zu kotzen. Naja, ein Wochenende auf dem Sofa wirkt Wunder.

Die Woche in Valladolid war noch schlimmer. Die Jungs haben sich damit beschäftigt zu spät zu kommen, Stadtpläne zu verlieren, außerhalb ihrer vorgegebenen Zone zu arbeiten und ähnliches. Dazu kam, dass die Leute in Valladolid reichlich wenig Interesse an Sprachen haben und wir deswegen kaum Termine bekommen konnten. Wir hatten aber wenigstens in einem Punkt Glück, die wenigen Termine hatten relativ viele Verkäufe zu verzeichnen, so dass die Chefin trotz allem recht zufrieden war. Außerdem hat mir Marta, meine Chefin, mitgeteilt, dass ich offieziel Chefin für Öffentlichkeitsarbeit in Galicien werde und einen anderen Vertrag bekomme. Ich bin positiv überrascht, ich dachte ich mache weiterhin die Chefin ohne dafür Geld zu sehen. Allerdings haben wir noch nicht über die Konditionen geredet, wahrscheinlich bekomme ich dann 20 Euro mehr ;-) Da ich nicht weiß, wann die ganze Sache offiziell wird, hab ich den Jungs noch nichts gesagt und so kommt es zu schockierenden Szenen. Einer der Jungs trinkt Anis Schnaps schon zum Frühstück und alle drei rauchen Tüte in meiner Anwesenheit, jetzt hab ich sie alle in der Hand, ein Wort zu Marta und ich bin die drei los. Das kann ja noch lustig werden. Ich hoffe nur, dass es diese Woche besser läuft mit den Terminen.

Privat kann ich leider nur sagen, dass ich immer noch niemanden in Santiago kenne. Die Tanzschule hat leider am Wochenende nichts was mich interessiert und ich vermute mal, dass die Sprachenschule mir galizisch nicht unbedingt am Sonntag beibringen will. Am Montag werde ich mich über Yoga informieren, obwohl ich nicht sicher bin, ob das was für mich ist.

Beim nächsten Mal schreib ich euch dann mal was positives über meinen Job, ich will ja nicht immer nur meckern.

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